Die aktuelle Bewegung für Demokratie, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit im Iran – Frau, Leben, Freiheit – ist in ihrem Selbstverständnis – sichtbar in allen Aktionen, Proklamationen, Flugblättern … – frei von Ideologie bzw. klassischer Parteipolitik. Als Bewegung und Ausdruck, als Notwehr und Reaktion auf all die wirtschaftlichen Missstände, sozialen Verwerfungen und Diskriminierungen ist sie jenseits der Trennungslinien von links oder rechts, liberal oder konservativ, republikanischer Verfassung oder konstitutioneller Monarchie. Sie ist verwurzelt in den Nöten aller Schichten und Klassen –ob Tagelöhner-innen, Arbeiter-innen, Studenten-innen, oder Angestellte. Der Ruf nach politischer und wirtschaftlicher Teilhabe kommt nicht nur von einer intellektuellen Minderheit, die von den materiellen bzw. kulturellen Privilegien der Vergangenheit zehrt, es ist das Aufbegehren eines Volkes, dass sich nicht religiös oder ethnisch spalten, sich nicht von vermeintlichen Rettern korrumpieren oder von gewalttätigen Milizen einschüchtern lässt. Der Diskurs findet überall statt, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verlässt das luxuriöse Gemach humanistischer Besinnlichkeit und wird zum Aufschrei der Massen, vorneweg die Frauen. Gleichberechtigung, Gewaltenteilung, freie Meinungsäußerung, Weltoffenheit und Toleranz werden genauso notwendig erfahren wie das fehlende tägliche Brot, das fehlende Dach über dem Kopf, das fehlende Wasser zum Trinken, die fehlende Luft zum Atmen.

Lasst uns den religiösen Faschismus, die Wahnvorstellung eines schiitischen Großreiches, den Alptraum der Mullahkratur, die Verschlossenheit von Tradition und Glauben, die Alltäglichkeit von Korruption und Folter überwinden. Es reicht!

Lasst uns zusammenarbeiten.

Die Demokratische Bewegung der Iranischen Werktätigen